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Schlüsselpersonen halten; so überstehen Top-Leute die Nachfolge

  • Zsolt Kubecska
  • vor 2 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit
Führungskräfte nach Vertragsunterzeichnung


Nachfolge bedeutet für Schlüsselmitarbeitende oft Unsicherheit: Bleibt meine Rolle? Bleibt die Kultur? In diesem Beitrag zeige ich, wie Sie Ihre wichtigsten Leute durch die Transition führen – statt sie an den Wettbewerb zu verlieren.



In vielen KMU hängt der Erfolg an wenigen Schlüsselpersonen: der Produktionsleiterin, dem Verkaufsprofi, der langjährigen Assistentin, dem Werkstattleiter.

Gerade sie spüren eine Nachfolge besonders stark – und sind gleichzeitig diejenigen, die das Unternehmen durch die Übergangszeit tragen müssten.

Wenn diese Menschen innerlich aussteigen oder das Unternehmen verlassen, wird die Nachfolge schnell zum Risiko. Die gute Nachricht: Mit klarer Führung und echter Einbindung lassen sich viele Abgänge verhindern.


Warum Schlüsselpersonen so sensibel auf Nachfolge reagieren

Für Schlüsselmitarbeitende geht es in einer Nachfolge nicht nur um einen neuen Namen auf der Visitenkarte des Chefs. Es geht um:


  • Sicherheit: Habe ich meinen Platz auch in der neuen Struktur?

  • Einfluss: Zählt meine Stimme weiterhin?

  • Perspektive: Gibt es Entwicklungsmöglichkeiten – oder war es das?


Wer diese Fragen nicht beantwortet, überlässt das Feld Gerüchten und Befürchtungen.


Massnahme 1: Radikale Transparenz statt Flurfunk

Viele Unternehmen informieren das Team erst sehr spät oder sehr vage über die Nachfolge. Schlüsselpersonen füllen die Lücken dann mit eigenen Geschichten.


Was Sie tun können:

  • Frühzeitig und klar kommunizieren, was sicher ist – und was noch offen ist.

  • Schlüsselpersonen in einem eigenen Gespräch abholen, bevor die breite Kommunikation erfolgt.

  • Ehrlich sagen, was Sie heute noch nicht wissen – und bis wann Klarheit geschaffen wird.


Beispiel-Formulierung:

„Mir ist wichtig, dass Sie nicht aus der Gerüchteküche erfahren, was passiert. Sie sind eine zentrale Person für dieses Unternehmen, und ich möchte Sie bewusst in diesen Prozess einbinden.“


Massnahme 2: Schlüsselpersonen aktiv einbinden

Wer nur „informiert“ wird, fühlt sich schnell austauschbar. Wer mitgestalten darf, entwickelt Verantwortung für das Gelingen der Nachfolge.


Konkret heisst das:

  • Schlüsselpersonen in die Planung der Übergangsphase einbeziehen (z.B. Workshops, Roadmap).

  • Sie bei der Definition neuer Rollen, Prozesse oder Strukturen mitdenken lassen.

  • Ihnen Verantwortung für Teilprojekte geben (z.B. Einführung neuer Tools, Kundenübergaben).


Wichtig: Einbindung heisst nicht, dass alle Wünsche erfüllt werden – aber dass Perspektiven ernst genommen und abgewogen werden.


Massnahme 3: Entwicklungsperspektiven aufzeigen

Viele Top-Leute fragen sich insgeheim: „Was bedeutet die Nachfolge für meine eigene Entwicklung?“ Wenn die Antwort unklar ist, schauen sie sich um.


Was Sie tun können:

  • In Einzelgesprächen über persönliche Ziele und Wünsche sprechen.

  • Konkrete Entwicklungsschritte anbieten (z.B. mehr Verantwortung, Weiterbildung, neue Rolle).

  • Zeigen, wie die Person in der neuen Konstellation noch wichtiger werden kann.


Beispiel:

„Mit der Nachfolge entstehen neue Aufgabenfelder. Ich kann mir gut vorstellen, dass Sie in Zukunft eine noch stärkere Rolle in [Bereich X] übernehmen. Lassen Sie uns gemeinsam anschauen, was Sie dafür brauchen.“


Mini-Case aus der Praxis

Ein Metallbauunternehmen in der Nordwestschweiz stand vor der Übergabe an die nächste Generation. Zwei Schlüsselpersonen – der Werkstattleiter und die Projektleiterin – spielten mit dem Gedanken zu gehen.

In moderierten Gesprächen wurden ihre Sorgen sichtbar:


  • Angst vor einem neuen Führungsstil

  • Unsicherheit über Entscheidungswege

  • Zweifel, ob ihre Erfahrung weiterhin zählt


Durch klare Kommunikation, definierte Entscheidungswege und neue Verantwortungsbereiche (z.B. Einbindung in Kundenübergaben) blieben beide im Unternehmen – und wurden zu wichtigen Stützen der neuen Führung.


Fazit: Schlüsselpersonen sind Ihr Hebel – oder Ihr Risiko

Eine Nachfolge ohne die wichtigsten Leute ist wie ein Haus ohne tragende Wände.

Wer Schlüsselpersonen früh einbindet, ehrlich informiert und Entwicklungsperspektiven bietet, erhöht die Chance massiv, dass sie bleiben – und die neue Führung aktiv mittragen.


Call-to-Action

Wenn Sie vor einer Nachfolge stehen und unsicher sind, wie stabil Ihr Schlüsselteam wirklich ist, lohnt sich ein gezielter „Team-Check“. In einem Erstgespräch klären wir, wo die grössten Risiken liegen – und welche drei Schritte Ihre Top-Leute durch die Transition führen, statt sie zu verlieren.

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